Metropolitan police with Globant

London’s online police station

Die neue Webseite der Londoner Metropolitan police bietet alle Funktionen einer digitalen Polizeistation. Als Knotenpunkt für Dienstleistungen und Informationen stärkt sie das Verhältnis zwischen der Öffentlichkeit und der Metropolitan Police. Über die Webseite kann die Öffentlichkeit jederzeit die gewünschten Polizeidienste nutzen. So können Verbrechen und Vorfälle gemeldet oder Lizenzen beantragt werden. Darüber hinaus bietet die Seite relevante Ratschläge zur Verbrechensprävention. Die Bewohner Londons können sich aktiv in die Verbesserung der Sicherheits­lage einbringen, indem sie Anliegen in offenen Foren eingeben, oder sich über Twitter mit ihrer lokalen Polizeiabteilung in Verbindung setzen.

Jury Statement

Die neue Webseite der Metropolitan police ist ein positives Beispiel für die erfolgreiche Digitalisierung von öffentlichen Dienstleistungen. Die digitale Polizeistation ermöglicht der Bevölkerung nicht nur einen schnellen Zugang zu wichtigen Leistungen. Sie motiviert auch zum persönlichen Engagement, ermöglicht den offenen Austausch unter den Bewohnern und mit der Polizei. Dadurch wird Partizipation ermöglicht und zugleich die Transparenz in Sicherheitsfragen erhöht. Das Projekt beweist, wie digitale Technologien zur Befähigung der Gesellschaft beitragen können. Zugleich werden kritische öffentliche Ressourcen und Notfalldienste entlastet, indem große Mengen an Anfragen und Daten priorisiert und strukturiert werden können. Als entscheidend für den Erfolg bewertet die Jury die zentrale Rolle, die holistische Designmethoden und iterative Entwicklungsprozesse im Projekt eingenommen haben, sowie die konstante Einbindung unterschiedlichster Nutzer und Stakeholder.

User Experience

Die Herausforderungen an die UX waren enorm: Riskante und sehr sensitive Themen der größten britischen Polizeiorganisation sollten einem Massenpublikum zugänglich gemacht werden. Um die große Bandbreite von Services abbilden zu können, wurde die Webseite unterteilt und gemeinsam mit Bürgern in agilen Sprints entwickelt. Eine Vielzahl von Methoden wurde eingesetzt: Interviews analysierten das Verhältnis der Öffentlichkeit zur Polizei; Online-Funktionen wurden von Nutzern mitentwickelt und auf ihre Usability getestet; während der Beta-Einführungsphase wurden die Zu-gänglichkeit getestet und qualitative Feedbacks in Echtzeit eingeholt. Insgesamt trugen über 300 Bürger, hunderte Polizeibeamte und Experten zur Entwicklung der Webseite bei.