Design

Siemens Healthineers Design & User Experience Team

Ausstellungsjahr

2020

Kategorie

Product

Land

Deutschland

Three questions to the project team

1. Wo lag unter UX-Gesichtspunkten die besondere Herausforderung des Projekts?
Die Kombination unserer fotorealistischen 3D-Visualisierungstechnologie Cinematic Rendering mit einer Mixed Reality Brille eröffnet eine neue Dimension der Visualisierung. Frühes Nutzerfeedback hat gezeigt, dass diese Technologiekombination sehr attraktiv ist. Der Innovationsgrad der Technologien führte aus der UX-Perspektive zu zwei Herausforderungen. Der Weg zur Hologrammdarstellung sollte für HoloLens-Neulinge einfach und intuitiv gestaltet sein, denn eine Mixed Reality Brille ist noch kein selbstverständliches Alltagsgerät. Gelungen ist das u.a. durch die kontext-spezifische Einbindung von Video-Tutorials. Zudem mussten die Interaktionen mit dem Hologramm schon vor Hardware-Verfügbarkeit konzipiert werden. Dafür kombinierten wir in einem ersten Prototyp damals verfügbare Hardware mit einer Gestenerkennungssoftware.

2. Was war Ihr persönlicher Höhepunkt im Entwicklungsprozess? Gab es einen Aha!- Moment, gab es einen Tiefpunkt?
Als Aha!-Moment erlebten wir, dass durch eine konzentrierte Zusammenarbeit über Abteilungs- und Organisationsgrenzen hinweg die Entwicklung von Cinematic Reality in einem sehr begrenzten Zeitrahmen bis zur Inspire-Konferenz 2019 ermöglicht wurde. Denn erst drei Monate zuvor hatten wir Microsoft´s HoloLens2 in der Hand. Expertisen aus medizinischem Rendering, 3D App-Entwicklung und UX Design kamen im internen Projektteam zusammen. Mit klinischen Partnern stellten wir schon im Vorhinein sicher, dass wir Nutzerbedürfnisse adressieren. Eine enge Zusammenarbeit und Co-Creation Phase mit Microsoft befähigte uns letztendlich zum letzten Schritt und Höhepunkt im Entwicklungsprozess: Wir haben es „auf den Punkt“ geschafft fotorealistisches medizinisches Rendering auf die HoloLens2 zu bringen.

3. Wo sehen Sie sich und das Projekt in den nächsten fünf Jahren?
Die Gesundheitsfürsorge der Zukunft wird durch die digitalen Möglichkeiten noch näher an den Patienten rücken und damit eine noch präzisere medizinische Versorgung ermöglichen. Ziel ist es, AR/VR-Technologien bestmöglich in die klinischen Abläufe zu integrieren, zum Beispiel zur Visualisierung von Patientendaten vor und während einer Operation. Darüber hinaus wird dieses Projekt helfen, unsere medizinischen Fernbetreuungsmöglichkeiten auszubauen und neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.
Langfristig werden die Grenzen zwischen AR, MR und VR weiter verschwimmen. So auch die Grenzen zwischen Mensch und Maschine. Ob Gesundheitsdienstleister oder Patient - die kognitiven und körperlichen Erfahrungen werden gesteigert. Wir freuen uns, dazu beitragen zu können.