Ausstellungsjahr

2020

Kategorie

New Talent

Land

Dänemark

Hochschule

Copenhagen Institute of Interaction Design (CIID)

Lehrende

Simona Maschi, Alie Rose

»Kico geht das weitverbreitete Problem der Schwerhörigkeit auf eine neue und überraschende Weise an. Das Projekt geht gezielt auf die "Quelle" statt auf den "Empfänger" ein und zeigt dadurch, wie Motivation und konkrete Hinweise zur individuellen Verbesserung Kommunikationsbarrieren abbauen können. Kico demonstriert, wie mittels "Nudging" im Gegensatz zu „Belehrungen“ negative Gefühle reduziert werden und wie KI-basierte Technologien uns im Alltag unterstützen können.«

Johannes Geyer

Und der Award geht an....

Drei Fragen an das Projekt-Team

Wo lag unter UX-Gesichtspunkten die besondere Herausforderung des Projekts?
Jede schwerhörige Person hört anders, mit einer anderen psychologischen Akustik. Als ich ein Interview mit Sprachpathologen hatte und fragte, wie man für schwerhörige Menschen richtig spricht, erhielt ich diese Antwort. Mir wurde klar, dass ich verstehen muss, welche Faktoren das Gesprächsverständnis für jede einzelne Person stören, und dass ich ein System zur Personalisierung schaffen muss, das all diese Hörschwierigkeiten abdeckt.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt im Entwicklungsprozess? Gab es einen Aha!-Moment, gab es einen Tiefpunkt?
Ich war wirklich begeistert, als ich nach vielen nächtlichen Programmierversuchen funktionierende Prototypen für Tests mit schwerhörigen Menschen bauen konnte. Es war auch lohnend, von schwerhörigen Menschen und einer Familie Ideen zur Weiterentwicklung aller Funktionen zu bekommen, z.B. eine Funktion zur Änderung der Lautstärke, Geschwindigkeit und Tonhöhe bei der Wiedergabe aufgezeichneter Töne.

Wo sehen Sie sich und das Projekt in den nächsten fünf Jahren?
Ich würde gerne weiter an diesem Projekt arbeiten, und es wäre sehr cool, wenn es tatsächlich schwerhörigen Menschen bei der Kommunikation hilft.