Ausstellungsjahr

2020

Kategorie

New Talent

Land

Deutschland

Hochschule

Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Lehrende

Alexander Müller Rakow, Hans Pagel

Drei Fragen an das Projekt-Team

Wo lag unter UX-Gesichtspunkten die besondere Herausforderung des Projekts?
Bei der Konzeption der App war uns insbesondere wichtig, dass die Anwendung intuitiv benutzbar ist, keine umfangreichen Erklärungen benötigt und auf die individuellen psychischen und physischen Einschränkungen der Betroffenen eingeht. Mögliche Folgen der Therapie sind der Verlust des Kurzzeitgedächtnisses und die so genannte Neuropathie, bei der die Betroffenen häufig an einem unangenehmen Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Stechen in den Händen leiden. Deshalb achteten wir bei der Entwicklung der App darauf, dass wichtige Informationen schnell und mit möglichst wenig Klicks erreichbar sind; auch das Favorisieren und Filtern von Beiträgen ist dabei besonders hilfreich.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt im Entwicklungsprozess? Gab es einen Aha!-Moment, gab es einen Tiefpunkt?
Den ersten Aha!-Moment hatten wir bereits zu Beginn des Projektes. Unsere anfängliche Idee war die Entwicklung einer Anwendung zur Digitalisierung, Organisation und Verwaltung von Dokumenten, denn neben der Erkrankung werden Krebspatienten zusätzlich mit einem Haufen bürokratischer Angelegenheiten überschüttet. Durch Umfragen und Interviews kristallisierte sich jedoch schnell heraus, dass die Bedürfnisse der Betroffenen in eine ganz andere Richtung gehen als wir zunächst annahmen. Die Resonanz und das Feedback aus den Umfragen und Interviews zeigte uns, wie wichtig das Thema insbesondere für junge Erwachsene ist. Das motivierte uns, das Projekt auch nach der Bachelor-Arbeit weiter voran zu treiben.

Wo sehen Sie sich und das Projekt in den nächsten fünf Jahren?
Bisher ist die App Pathly “nur” ein Projekt und eine Vision von zwei Studentinnen, die mit ihrer Idee Krebsbetroffenen eine Stütze bieten wollen. Bisher können wir unsere Inhalte nur über Social Media kommunizieren, wofür wir zum Glück schon zwei fleißige Helferlein gefunden haben, die ebenso überzeugt von dem Projekt sind wie wir. In einem ersten Schritt wollen wir den Betroffenen mit der Implementierung unserer neuen Website erste Tipps, Infos und Geschichten zur Verfügung stellen.
Die Möglichkeit einer Finanzierung des Projektes würde uns schließlich die Chance geben, die App gemeinsam mit unserer Zielgruppe zu erproben und weiterzuentwickeln und letztlich auch im App- und Play Store zu launchen.